Am vergangenen Samstag fanden sich auf dem Gelände der Zentralen Diensthundestaffel Mittelfranken in der Regensburger Straße in Nürnberg Einsatzkräfte aus dem gesamten mittelfränkischen Raum zu einem Massentest des Digitalfunks ein.

Das BOS-Digitalfunknetz ist ein Novum: Zum ersten Mal wird ein einheitliches Funknetz für alle Rettungs- und Sicherheitskräfte flächendeckend für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung stehen.
Für die Praxis bedeutet dies, dass beispielsweise die Bundespolizei in Frankfurt am Main dann ebenso mit der Bundespolizei in Potsdam kommunizieren kann, wie auch Polizeien, Feuerwehren und Rettungsdienste untereinander.
Die bestehenden, voneinander unabhängigen Analogfunknetze werden nach und nach abgelöst.
Die Vorteile des Digitalfunk BOS – etwa die verbesserte Sprach-und Empfangsqualität – nutzen allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Damit dient diese neue Technik mittelbar auch den Bürgerinnen und Bürgern, indem sie eine schnelle und verlässliche Hilfeleistung im Notfall ermöglicht. Das BOS-Digitalfunknetz setzt sich deutschlandweit im Wesentlichen aus rund 4.500 Basisstationen sowie 64 Kernnetzstandorten (Vermittlungsstellen, Transitvermittlungsstellen, Netzverwaltungszentren) zusammen. (Quelle: Informationsblatt der BDBOS, Faltblatt: Digitalfunk BOS – kurzgefasst)

Planmäßig wurde der Zellwechsel mit vielen Einsatzkräften getestet.
Dazu fuhren etwa 50 Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, BRK, THW, DLRG und andereren Einsatzorganistaionen die Autobahnen rund um Nürnberg ab und beurteilten währenddessen die Sprachqualität der Durchsagen mittels eines auszufüllenden Formblattes.
Wir waren mit unserem Zugtrupp, dem Führungstrupp der Fachgruppe Logistik sowie Helfern der Bergungsgruppen mit drei MTWs vor Ort.