Geschichte des Schwabacher THW-Ortsverbandes

Am 23. Februar 1953 fanden sich auch in Schwabach idealistisch gesinnte Männer zusammen, die den heutigen Ortsverband gründeten. Sie kamen insbesondere aus den Reihen der früheren Technischen Nothilfe. Die ersten Zusammenkünfte fanden mangels eigener Räumlichkeiten in einem Nebenzimmer des Gasthofes "Stern" am Schwabacher Marktplatz statt. im Frühjahr 1954 konnten dann in einem Gebäude an der Hindenburgstraße zwei Räume vorübergehend genutzt werden. Geräte und Material standen damals kaum zur Verfügung. Ab November 1954 erhielt der Ortsverband von der Stadt Schwabach für 2 Jahre in der ehrwürdigen Rohrersmühle einige Räumlichkeiten. Als erste größere Aufgabe mit Öffentlichkeitswirkung wurde von den Helfern 1955 der "Dreitorweg" instand gesetzt und ausgebaut.

Angesichts weitere steigender Helferzahlen mußte der OV im Frühjahr 1956 erneut seine Unterkunft in die Räume des Brauhauses umziehen. Kaum war man hier eingerichtet, wurden diese Räume anderweitig benötigt und der OV zog in ein für den Abbruch vorgesehenes Gebäude in die Eilgutstraße um. Das Gebäude und das zugehörige Gelände sollten für mehr als vier Jahrzehnte die Heimat des OVs werden. Mit Bundesmitteln sowie enormen Eigenmitteln und -leistungen ist es über die Jahre hinweg gelungen, einen respektablen Standort für das THW zu schaffen.

Mit der Nutzung der Liegenschaften an der Eilgutstraße konnte damals verstärkt mit der qualifizierten Ausbildung der Helfer begonnen werden. Die Bundesanstalt THW leistete ebenfalls ihren Beitrag und stellte im Jahr 1960 einen kompletten Bergungszug mit 3 Fahrzeugen (1 Gerätekraftwagen, 2 Mannschaftswagen) zur Verfügung.

Über die Jahre hinweg wurde die Unterkunft fortwährenden Bau- und Renovierungsarbeiten unterzogen. Erst in der zweiten Jahreshälfte 1995 wurde mit den Aus- und Umbauarbeiten des von den US-Streitkräften geräumten Kasernengeländes als neue Unterkunft für den OV begonnen. Daß dies alles so geplant und umgesetzt werden konnte, ist vorallem der besondere Verdienst der THW-Helfer des Ortsverbandes. Mit großen fachlichen Können, vielen guten Ideen und großem Engagement wurde hervoragendes geleistet.

Über viele Jahre hatte Alfred Willardt das Amt des Ortsbeauftragten inne. Benjamin Heller übernahm es 2005, unterstützt von seinem Stellvertreter Klaus Hassler.
Beide gaben 2008 ihren Posten aus beruflichen Gründen an Michael Zwitzler als Ortsbeauftragten, und Franz Steinsdörfer als Stellvertreter ab.

2009 wurde im Geschäftsführerbereich Nürnberg die Fachgruppe Logistik umpositioniert.
Wir bekamen zusätzlich zu den vorhandenen Einheiten die Fachgruppe Logistik bestehend aus dem Führungstrupp und dem Materialerhaltungs-/Transporttrupp. Zusammen mit den Gerätschaften fanden auch drei Fahrzeuge ihren Weg in unsere KFZ-Halle: ein Mannschaftstransportwagen (MTW) Ford Transit, ein Mannschaftslastwagen (MLW) II Mercedes-Benz Unimog mit Ladekran und ein LKW Kipper. Dazu gehörte auch ein ausgestatteter Werkstattanhänger.
Den ersten großen Einsatz hatten wir mit der Fachgruppe Logistik beim Hochwasser 2013 in Süddeutschland. Zwei Wochen lang waren die Helferinnen und Helfer an drei Einsatzorten (Bad Aibling, Passau, Deggendorf) unterwegs und versorgten die eingesetzten Fahrzeuge und Gerätschaften aller Hilfsorganisationen mit Treibstoff, reparierten technisches Gerät, führten Logistikstützpunkte und verwalteten Material.

Am 20.03. desselben Jahres löste ein neuer Gerätekraftwagen unseren 27 Jahre alten Daimler-Benz LA 1113 Rundhauber als GKW1 ab. Die neue Generation der Gerätekraftwagen ist ein MAN mit 18 Tonnen zulässigen Gesamtgewicht und einem Aufbau von Magirus.

Ein reichlich halbes Jahr später fand ein weiteres neues Großfahrzeug den Weg in unsere Garagen. Ein Mehrzweckkraftwagen, kurz MzKW löst unseren 22 Jahre alten Iveco der 2. Bergungsgruppe ab und wird in Zukunft als modular einsetzbares Fahrzeug seinen Dienst bei uns in Schwabach tun.
Wie die neuen Gerätekraftwagen ist auch der MzKW ein MAN mit 18 Tonnen zulässigen Gesamtgewicht. Der Plane/Spriegel-Aufbau wurde von der Firma Empl gefertigt, für die Ladebordwand war die Firma Dautel zuständig.

2012 wechselte die Führungsriege und Michael Zwitzler erhielt neue Unterstützung von Rudi Herold als stellvertrenden Ortsbeauftragten.

Zwei Jahre später komplettierte der fehlende Trupp Verpflegung die schon vorhandene Fachgruppe Logistik unseren Ortsverband. Somit sind alle Teileinheiten der Fachgruppe Logistik in unserem Ortsverband stationiert.
Der Trupp Verpflegung brachte einen MTW Ford Transit, einen LKW mit Ladebordwand sowie eine Feldküche mit. Die neue Fachgruppe bringt neben mehr Arbeit natürlich auch mehr Verantwortung mit. Unsere Helfer sind jedoch sehr gut ausgebildet und einem Einsatz jederzeit gewachsen!

Hoffen wir, das die Zukunft unserem OV wohlgesonnen ist.